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Häufig gestellte Fragen

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1. Was ist das Komitee zur Bewertung von Sicherheitsdaten (SRC) und wer sind seine Mitglieder?

  • Novartis hat ein externes SRC beauftragt; seine Aufgabe ist eine unabhängige, objektive und gründliche wissenschaftliche Überprüfung der gemeldeten unerwünschten Ereignisse nach der Markteinführung des Präparats im Vergleich zu relevanten Ereignissen in den Phase-III-Zulassungsstudien HAWK und HARRIER, welche die Basis der genehmigten Verschreibungsinformationen bildeten.
  • Das SRC setzt sich aus global tätigen Retina- und Uveitis-Spezialisten sowie Bildgebungs- und Ophthalmologie-Experten aus zwei separaten externen Datenüberwachungsausschüssen zusammen.

2. Wie unterscheidet sich die Bewertung des Sicherheitskomitees (SRC) von den bereits veröffentlichten Ergebnissen der Zulassungsstudien HAWK und HARRIER?

  • Die initial für die Studien HAWK und HARRIER veröffentlichten Daten basieren auf den von den Prüfärzten im Laufe der Studien gemeldeten unerwünschten Ereignissen, für die die spezifischen Bezeichnungen (“MedDRA preferred terms“) aus einem international (behördlich) standardisierten medizinischen Wörterbuch zur Kodierung medizinischer Informationen verwendet wurden.
  • Die Überprüfung durch das SRC, die durch das neue Sicherheitssignal basierend auf den Post-Marketing-Berichten angestoßen wurde, war eine fokussierte, entblindete, Post-hoc-Bewertung der mit IOI zusammenhängenden Fälle der Studien HAWK und HARRIER.

3. Führen die vom Komitee zur Bewertung von Sicherheitsdaten (SRC) berichteten unerwünschten Ereignisse zu einem höheren Sehkraftverlust?

  • Die Gesamtraten eines moderaten und schwerwiegenden Sehkraftverlustes ( ≥ Verlust von 15 ETDRS-Buchstaben) waren zwischen den Brolucizumab (7,4 %) und Aflibercept (7,7 %) Behandlungsarmen in Woche 96 in den Studien HAWK & HARRIER vergleichbar.
  • Die Analyse des SRC lieferte darüber hinaus Einblicke in die Gesamtinzidenz eines moderaten und schwerwiegenden Sehkraftverlustes speziell im Zusammenhang mit retinaler Vaskulitis und/oder retinalem Gefäßverschluss.

4. Wird die vollständige Analyse des Komitees zur Bewertung von Sicherheitsdaten (SRC) veröffentlicht?

  • Das SRC hat sich dazu verpflichtet, seine Erkenntnisse in künftigen Publikationen mit Peer-Review-Verfahren zu veröffentlichen.

5. Warum werden unterschiedliche Raten und Zahlen berichtet und veröffentlicht?

  • Unerwünschte Ereignisse werden sowohl aus klinischen Studien als auch nach der Markteinführung gemeldet. Die Daten weichen daher voneinander ab.
  • Während klinischer Studien werden alle unerwünschten Ereignisse von Prüfärzten über den gesamten Verlauf der Studie in der Datenbank erfasst. Sobald ein Medikament in den Verkehr gebracht wird, können Patienten, behandelnde Ärzte und Gesundheitsfachkräfte unerwünschte Reaktionen freiwillig an den Arzneimittelhersteller (Novartis) und/oder die lokalen Gesundheitsbehörden melden.
  • Prüfärzte klinischer Studien, Patienten, behandelnde Ärzte und andere Gesundheitsfachkräfte melden unerwünschte Ereignisse in ihren eigenen Worten, um Diagnose, Symptome, Anzeichen und Untersuchungsergebnisse angemessen zu beschreiben. Um diese Ereignisse basierend auf standardisierten Begriffen zu kodieren, die in der gesamten pharmazeutischen Industrie und bei den Gesundheitsbehörden verwendet werden, wird ein international standardisiertes medizinisches Wörterbuch verwendet.
  • Darüber hinaus gibt es bei Post-Marketing-Meldesystemen mehrere Einschränkungen, wie z. B. eine unklare Dunkelziffer, unvollständig dokumentierte Fälle und Fälle ohne Bildgebungsinformationen. Einige der Untersuchungen laufen noch, weshalb die Informationen Änderungen unterliegen können. 

6. Wurden die nach der Markteinführung berichteten unerwünschten Ereignisse auch in HAWK und HARRIER beobachtet? Warum werden nun die neuen Bezeichnungen verwendet?

  • In den Brolucizumab Phase-III-Studien (HAWK und HARRIER) wurden Fälle von intraokularen Entzündungen und retinalen Verschlussereignissen beobachtet.
  • Medizinisches Fachpersonal und Prüfärzte der klinischen Studien melden, was sie diagnostizieren oder beobachten. In den Unterlagen und Dossiers zur Einreichung einer klinischen Studie bei den Gesundheitsbehörden werden die von den Prüfern berichteten Bezeichnungen den klinisch nächstliegenden Fachbegriffen laut einem international standardisierten Wörterbuch zur Kodierung medizinischer Informationen zugeordnet.
  • Gleichermaßen wird in Post-Marketing-Berichten manchmal unter Verwendung von Terminologie auf Ereignisse Bezug genommen, die im Wörterbuch zur Kodierung medizinischer Informationen nicht zu finden ist. Das SRC und Novartis einigten sich darauf, dass für diese berichteten Ereignisse nach der Markteinführung die Bezeichnungen retinale Vaskulitis und/oder retinaler Gefäßverschluss aus dem Wörterbuch zur Kodierung medizinischer Informationen am besten passen.

7. Warum haben wir unerwünschte Ereignisse pro 10.000 Injektionen statt pro Patient gemeldet?

  • Im Gegensatz zu klinischen Studien, in denen die Anzahl der von jedem Patienten erhaltenen Injektionen vom Prüfarzt aufgezeichnet wird, weiß das Unternehmen bei zugelassenen Präparaten, welche Menge des Medikaments abgesetzt wurde, kennt jedoch nicht die genaue Anzahl der verabreichten Injektionen. Daher werden Ereignisraten nach Markteinführung pro 10.000 abgesetzter Injektionen berechnet.

8. Wie hoch ist die mit Brolucizumab assoziierte Inzidenz eines Sehkraftverlustes in HAWK und HARRIER?

  • In den HAWK- und HARRIER-Studien waren die Gesamtraten eines moderaten und schwerwiegenden Sehkraftverlustes (Verlust von ≥ 15 ETDRS-Buchstaben) in den Brolucizumab (7,4 %) und Aflibercept (7,7 %) -Behandlungsarmen in Woche 96 miteinander vergleichbar.
  • Etwa 10 % dieses moderaten und schwerwiegenden Sehkraftverlustes (Verlust von ≥ 15 ETDRS-Buchstaben) wurde in den Brolucizumab-Armen bei Patienten mit IOI beobachtet, die Anzeichen retinaler Vaskulitis und/oder retinalen Gefäßverschlusses zeigten.

9. Stehen die Berichte retinaler Vaskulitis und/oder retinalen Gefäßverschlusses im Zusammenhang mit Sehkraftverlust?

  • In den HAWK- und HARRIER-Studien hatten etwa 22 % der Brolucizumab-Patienten mit IOI, die Anzeichen retinaler Vaskulitis und/oder retinalen Gefäßverschlusses zeigten, einen moderaten und schwerwiegenden Sehkraftverlust (Verlust von ≥ 15 ETDRS-Buchstaben) in Woche 96.
  • In einer kumulativen Überprüfung von Fällen nach der Markteinführung von Brolucizumab, die bis zum 23. Oktober 2020 durchgeführt wurde, wurde in 35% der Fälle, die retinale Vaskulitis und/oder retinalen Gefäßverschluss meldeten, auch über einen Sehkraftverlust (wie von Novartis bewertet, basierend auf berichteten Visus-Testergebnissen) berichtet.

10. Weshalb wird die Fachinformation aktualisiert und wann wird es voraussichtlich geschehen?

  • Über die weltweite Zusammenarbeit mit Zulassungsbehörden stellen wir sicher, dass die medizinischem Fachpersonal und Patienten zur Verfügung stehenden Informationen unsere neuesten Erkenntnisse zu diesen unerwünschten Ereignissen widerspiegeln und ihnen helfen, fundierte Entscheidungen bezüglich der Verwendung von Beovu zu treffen.
  • Der Zulassungs-Zeitrahmen variiert je nach geografischem Standort, und wir können keine Spekulationen bezüglich regulatorischer Maßnahmen anstellen.
  • Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittel-Überwachungsbehörde (FDA) genehmigte am 9. Juni 2020 eine Aktualisierung der Verschreibungsinformationen für Beovu. Die Aktualisierung umfasst eine Beschreibung der unerwünschten Ereignisse retinale Vaskulitis und retinaler Gefäßverschluss als Teil des Spektrums der in den ursprünglichen Verschreibungsinformationen erwähnten intraokularen Entzündung.
  • Die EMA hat am 9. September 2020 auf der Grundlage der positiven Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) eine Aktualisierung der Fachinformation für Beovu genehmigt. Die Aktualisierung der Fachinformation für die EU umfasst die Ergänzung von retinaler Vaskulitis und/oder retinalem Gefäßverschluss, typischerweise bei Vorliegen einer intraokularen Entzündung. Laut Fachinformation ist bei Patienten, bei denen diese Ereignisse auftreten, die Behandlung abzubrechen und die Ereignisse sind unverzüglich zu behandeln.
  • Die Schweizer Gesundheitsbehörde (Swissmedic) genehmigte am 12. Juni 2020 eine Aktualisierung der Verschreibungsinformationen für Beovu. Die Schweizer Verschreibungsinformationen wurden dahingehend aktualisiert, dass im Rahmen der Verwendung von Beovu retinale Vaskulitis und/oder retinaler Gefäßverschluss gemeldet wurden. In den meisten Fällen lag auch eine intraokulare Entzündung vor.
  • Die australische Gesundheitsbehörde (TGA) genehmigte am 25. Juni 2020 eine Aktualisierung der Verschreibungsinformationen für Beovu. Die australischen Verschreibungsinformationen wurden dahingehend aktualisiert, dass im Rahmen der Verwendung von Beovu retinale Vaskulitis und/oder retinaler Gefäßverschluss gemeldet wurden. Es wurden auch damit einhergehende intraokulare Entzündungen gemeldet, jedoch nicht in allen Fällen. Eine vorangegangene Behandlung wurde nicht für alle Fälle gemeldet, jedoch erhielten einige Patienten zuvor eine VEGF-Hemmer-Therapie.
  • Die japanische Agentur für Arzneimittel und Medizinprodukte (PMDA) genehmigte am 13. Juli 2020 eine Aktualisierung der Produktinformationen für Beovu. Die genehmigte Anpassung der Produktinformationen reflektiert die Umsetzung einer Änderung der Sicherheitshinweise zu „retinaler Vaskulitis” und „retinalem Gefäßverschluss”, die bei der Verwendung von Beovu gemeldet wurden.
  • Das kanadische Gesundheitsministerium "Health Canada" genehmigte am 30. September 2020 eine Aktualisierung der Beovu-Produktinformation. Die genehmigte Änderung beinhaltet retinale Vaskulitis und/oder retinale Gefäßverschlüsse, die typischerweise in Verbindung mit intraokularen Entzündungen bei der Anwendung von Beovu berichtet wurden.

11. Was sollte ich tun, wenn ein Patient IOI, retinale Vaskulitis oder etwas anderes entwickelt?

  • Den Ärzten wird angeraten, vor dem Injizieren nach Anzeichen einer intraokularen Entzündung (IOI) Ausschau zu halten, beispielsweise über eine Untersuchung per Spaltlampe oder Bildgebung des hinteren Augenabschnitts. Wenn eine aktive intraokulare Entzündung vorliegt, darf keine intraokulare Injektion durchgeführt werden, und die intraokulare Entzündung ist gemäß der medizinischen Praxis zu behandeln. Weisen Sie Ihre Patienten an, sich umgehend mit Ihnen in Verbindung zu setzen, wenn sie irgendeine Veränderung des Visus oder jegliche Anzeichen einer Entzündung bemerken, wie z. B. Augenschmerzen, Floater, Unbehagen oder okulare Hyperämie.
  • Bitte melden Sie auch künftig alle beobachteten oder vermuteten unerwünschten Ereignisse gemäß der lokalen Anforderungen. Des Weiteren können Sie unter https://www.report.novartis.com auch Novartis darüber berichten.

12. Was ist der Unterschied zwischen retinaler Vaskulitis, retinalem Gefäßverschluss, retinalem Arterienverschluss und retinaler okklusiver Vaskulitis?

  • Im Folgenden finden sich die Definitionen dieser Bezeichnungen. Je nach betroffenem Blutgefäß und der Schwere der Entzündung kann jede dieser Erkrankungen bei einigen Patienten zu einem signifikanten Visusverlust führen.
    • Retinale Vaskulitis: Entzündung retinaler Blutgefäße. Dies kann eine spezifische Diagnose oder Teil einer lokalisierten bzw. systemischen entzündlichen Erkrankung sein.
    • Retinaler Gefäßverschluss: Eine Blockade der kleinen Blutgefäße, die Blut in die oder von der Retina weg transportieren, und die dazu führt, dass sich Blut oder andere Flüssigkeiten ansammeln und das ordnungsgemäße Funktionieren der Retina verhindern können, was zu einem plötzlichen Sehkraftverlust führen kann.
    • Retinaler Arterienverschluss: Blockade einer retinalen Arterie unterschiedlicher Ursache , einschließlich Entzündung. Retinaler Arterienverschluss ist eine Unterform des retinalen Gefäßverschlusses.
    • Retinale okklusive Vaskulitis: Eine Blockade eines beliebigen retinalen Blutgefäßes aufgrund einer Entzündung. Wird auch okklusive retinale Vaskulitis genannt. Medizinisches Fachpersonal verwendet manchmal diese Bezeichnung, da sie jedoch nicht im international standardisierten Wörterbuch zur Kodierung medizinischer Informationen zu finden ist, verwenden wir stattdessen die Bezeichnungen retinale Vaskulitis und/oder retinaler Gefäßverschluss.